BDA-PREIS BERLIN 2012 würdigt vorbildliche Bauten in der Hauptstadt - erstmals auch Publikumspreis vergeben
BDA-PREIS BERLIN 2012 würdigt vorbildliche Bauten in der Hauptstadt - erstmals auch Publikumspreis vergeben
BDA-PREIS BERLIN 2012 würdigt vorbildliche Bauten in der Hauptstadt - erstmals auch Publikumspreis vergeben
Foto: Rainer Gollmer

08.11.2012

Die Gewinner des BDA-PREIS BERLIN 2012 stehen fest: Die internationale Jury wählte aus 76 eingereichten Arbeiten vier Preisträger, eine Auszeichnung und drei lobende Erwähnungen aus. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr auch ein Publikumspreis ausgelobt, über den Architekten und die interessierte Öffentlichkeit im Internet abstimmen konnten. Hier wurden die drei Projekte mit den meisten Stimmen ausgezeichnet. Die Gewinner-Arbeiten sind in zwei Ausstellungen noch bis Mitte Januar 2013 zu besichtigen.

Alle drei Jahre lädt der Berliner Landesverband des Bund Deutscher Architekten (BDA) dazu ein, in Berlin realisierte Projekte für den BDA-PREIS BERLIN einzureichen. Der Ehrenpreis wird an Bauherren und Architekten gemeinsam vergeben und würdigt beispielgebende baukünstlerische Leistungen im Land Berlin. Ziel ist es, die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und unserer Umwelt zu fördern und das öffentliche Bewusstsein für qualitätsvolle Gestaltung zu schärfen.

In diesem Jahr waren architektonische Planungen und städtebauliche Projekte zur Bewertung zugelassen, die seit 2009 in der Hauptstadt fertig gestellt wurden. 76 Arbeiten haben sich um den begehrten BDA-PREIS BERLIN beworben. Eine internationale Jury wählte im September folgende Preisträger aus:

  • Aula und Foyer der Kunsthochschule Weißensee, Berlin Weißensee, von der baukanzlei fiel . jennrich, Berlin; Bauherr: Kunsthochschule Weißensee/Wüstenrot Stiftung


          © Philipp Lohöfener

  • Galerie-, Atelier- und Wohngebäude in der Brunnenstraße 9, Berlin Mitte, von Brandlhuber + ERA, Emde, Schneider, Berlin; Bauherr: Arno Brandlhuber


          © Nathan Willock

  • Neubau des Ostflügels des Museums für Naturkunde, Berlin Mitte, von Diener & Diener Architekten, Basel/Berlin; Bauherr: Humboldt-Universität zu Berlin


          © Christian Richters

  • Betriebsgebäude der Artis GmbH, Columbiadamm 23, Berlin Tempelhof, von Roswag Architekten, Berlin; Bauherr: Artis GmbH


          © Daniela Friebel

Während die vier Preisträger für ganz unterschiedliche Bauaufgaben stehen, vergab die Jury die Auszeichnung und auch die lobenden Erwähnungen allesamt an Baugruppen-Projekte. Die Auszeichnung geht an folgende Arbeit:

  • Flottwell Zwei, Apartmenthaus in der Flottwellstraße 2, Berlin-Mitte, von Heide & von Beckerath Architekten, Berlin; Bauherr: Flottwellstraße 2 GbR


          © Andrew Alberts

Lobende Erwähnungen wurden zudem den folgenden drei Arbeiten zuerkannt:

  • „Mischen Possible", Wohn- und Geschäftshaus in der Oderberger Straße 56, Berlin Prenzlauer Berg, von BARarchitekten, Berlin; Bauherr: Baugruppe GbR Oderberger Straße 56


          © Jan Bitter

  • 3XGRÜN, Wohnhaus in der Görschstraße 48-49, Berlin Pankow, von IfuH Institut für urbanen Holzbau, atelier pk architektur, roedig . schop architekten, ROZYNSKI_STURMarchitekten, Berlin; Bauherr: Baugruppe 3x grün GbR


          © Stefan Müller

  • BIGyard, Bauherrengemeinschaft Zelterstraße 5 GbR, Zelterstraße 5-11, Berlin Prenzlauer Berg, zanderroth architekten, Berlin; Bauherr: Bauherrengemeinschaft Zelterstraße 5 GbR


          © Simon Menges

Als Vorsitzender der Jury unterstrich Professor Carsten Roth, dass bei der Auswahl der Gewinner besonders die Projekte genauer verfolgt wurden, die in anderen „Architekturszenen“ als Anregung dienen können und sollen. Bauherren seien sich immer seltener der großen Chance bewusst, die von einer lebendigen, unverwechselbaren Architektur ausgeht. „Gut, dass es in Berlin Ausnahmen gibt“, so Roth.

Eine Premiere feierte in diesem Jahr der erstmals vergebene Publikumspreis. Hierfür waren Architekten und interessierte Laien aufgefordert, im Internet ihre persönlichen Favoriten auszuwählen. Von den insgesamt 3.000 abgegebenen Stimmen konnten die drei folgenden Arbeiten die meisten auf sich vereinen:

  • PHED, Passivhaus am Engeldamm 30, Berlin-Mitte, von scarchitekten, Berlin; Bauherr: Stiftung Edith Maryon


          © scarchitekten - Markus Lehr

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin Mitte, von Jürgen Pleuser Architekten, Berlin; Bauherr: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung


          © Jürgen Pleuser

  • Wochenendhaus auf Valentinswerder, Berlin-Tegel, von Kalopepe Architektur, Berlin; Bauherr: privat


          © Stefan Müller

Thomas Kaup, Landesvorsitzender des Berliner BDA, zeigt sich mit der Resonanz auf den Wettbewerb zufrieden. So habe man die Zahl der eingereichten Arbeiten im Vergleich zur letzten Ausschreibung nochmals übertroffen. Bemerkenswert sei zudem die große Anzahl der in Eigeninitiative entstandenen Wohnbauten unter den ausgezeichneten Arbeiten: „Dies passt einerseits gut zu der in der Berliner Stadtentwicklungspolitik gestiegenen Bedeutung des Wohnens. Zudem spiegelt das Ergebnis den im BDA Berlin vielfach thematisierten Wandel im Berufsbild wider, für den sich der Landesverband einsetzt“, betont Kaup.

Alle zum BDA-PREIS BERLIN eingereichten Arbeiten sind in einer Dokumentation publiziert und im Rahmen einer Ausstellung vom 9. bis 11. November 2012 in der St. Elisabeth-Kirche, Invalidenstraße 3, Berlin-Mitte, zu sehen.

Anschließend werden die ausgezeichneten Projekte vom 26. November 2012 bis zum 13. Januar 2013 in der Galerie des BDA Berlin, Mommsenstraße 64, in Berlin-Charlottenburg gezeigt.

 

Wir danken für die freundiche Unterstützung:







 

Förderer des BDA-PREIS BERLIN 2012:

 

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