Vierzigaufvierzig. 05 Hauptstadt Berlin
Vierzigaufvierzig. 05 Hauptstadt Berlin
Station Bundestag, Foto: Andrew Alberts

25.12.2014

Aufruf zur Teilnahme an der Reihe 40/40

Ideen für die Weiterentwicklung der Hauptstadt Berlin gesucht

 

Die BDA Galerie Berlin ruft BDA-Mitglieder und interessierte Kollegen dazu auf, im Rahmen der Reihe Vierzigaufvierzig die Entwicklung des Hauptstadtgedankens entwurflich weiter zu denken. Wir fragen: Wie könnte ein Bürgerforum für das 21. Jahrhundert aussehen? Was kann ein modernes Regierungsviertel als integraler Teil der Stadt leisten? Wie ließe sich seine urbane Einbindung stärken? Wie bauen wir hier – wo sich reichlich Boden in öffentlicher Hand befindet – die Stadt weiter?

Die BDA Galerie möchte diese Fragen öffentlich diskutieren und freut sich über Beiträge im Format der klassischen Papierserviette bis zum 6. November 2014.

Alle Einsendungen werden in der BDA Galerie ausgestellt.
Zur Ausstellungseröffnung am 11. November um 19 Uhr erwarten wir als Gastkritiker Axel Schultes, Architekt, Berlin (gemeinsam mit Charlotte Frank Gewinner des Wettbewerbes Spreebogen 1992 und Planer des Kanzleramtes), Fabio Reinhart, Architekt, Lugano (Mitglied der Jury des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Spreebogen 1992) und Matthias Böttger (angefragt), Architekt und Kurator, Berlin (Mitbegründer des Büros raumtaktik - office from a better future, Kurator des DAZ – Deutsches Architektur Zentrum).
Parallel werden alle Beiträge im neuen Blog der BDA Galerie veröffentlicht unter blog.bda-berlin.de/category/bda-galerie/vierzigaufvierzig/

 

Weitere Informationen finden Sie unten den folgenden links:

Aufruf zur Teilnahme

Verfassererklärung

 

05 Hauptstadt Berlin

Die Regierungsbauten der Bundesrepublik, die nach dem Hauptstadtbeschluss im Jahr 1991 geplant und ausgeführt wurden, prägen heute das Bild der Stadt Berlin in signifikanter Weise. Die ersten Bauten setzen bereits Patina an.

Sie stammen aus einer Zeit, die bereits als historisch bezeichnet werden muss. Seitdem hat sich die Gesellschaft verändert, und die Stadt ist eine andere geworden. Das ist ein Anlass, diese Bauten – im Lichte des Verhältnisses von Regierten und Regierung, von Stadt und Staat, von Bürger und Gesellschaft – neu zu betrachten. Es stellt sich die Frage, wie das Regierungsviertel weiterentwickelt und weitergebaut werden kann.

Einen Hinweis liefert das Initialprojekt der Hauptstadtplanung, das so genannte „Band des Bundes“ der Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank. Deren Wettbewerbsentwurf stach durch die Idee hervor, das Regierungsviertel durch eine durchgehende Ost-West-Bandstadt, eine Art Stadt in der Stadt, neu zu ordnen. Ihr Entwurf wurde jedoch nur in Fragmenten realisiert. Zwischen den Bauten der Exekutive (Kanzleramt) und der Legislative (Paul-Löbe-Haus) war ein Gebäudekomplex vorgesehen, der nicht nur in städtebaulicher Hinsicht, sondern auch politisch-konzeptionell eine Ergänzung darstellen sollte. Die Planung und Realisierung des sogenannten „Bürgerforums“, gewissermaßen ein Bau für den Souverän, wurde früh aufgegeben.

So klafft heute mitten im „Band des Bundes“ eine markante Leerstelle. Man hat versucht, diese Lücke freiraumplanerisch zu kaschieren und einen Platz zu gestalten. Aber räumlich wie verkehrstechnisch bleibt die Situation irritierend. Nebenan, auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude, steht ein Containerdorf der Sicherheitsabfertigung. Wie der Tagespresse zu entnehmen ist, lässt der Bundestag prüfen, ob der Andrang der in- und ausländischen Bürger in einem „unterirdischen Besucherzentrum“ kanalisiert werden kann.

Wir fragen: Wie könnte ein Bürgerforum für das 21. Jahrhundert aussehen? Was kann ein modernes Regierungsviertel als integraler Teil der Stadt leisten? Wie ließe sich seine urbane Einbindung stärken? Wie bauen wir hier – wo sich reichlich Boden in öffentlicher Hand befindet – die Stadt weiter?

 

Vierzigaufvierzig

Die Reihe „Vierzigaufvierzig“ ist ein Beitrag der BDA-Galerie zur Architektur- und Städtebaudiskussion in Berlin. BDA Mitglieder und geladene Kollegen werden gebeten, zu relevanten Fragen der baulichen Entwicklung der Stadt skizzenhaft im Format der klassischen Papierserviette – 40 cm x 40 cm – ihre Position zu formulieren und im Rahmen einer Ausstellung zur Diskussion zu stellen. Alle Einsendungen werden ausgestellt. Die Beiträge werden durch drei geladene Kritiker am Abend der Eröffnung diskutiert und kommentiert.

Des Weiteren werden die eingesandten Beiträge im Blog der BDA Galerie veröffentlicht. In einem exklusiven Preview können Sie bereits jetzt unter dem folgenden Link die Beiträge zu Vierzigaufvierzig aus den vorangegangenen Jahren seit 2010 einsehen: blog.bda-berlin.de/category/bda-galerie/vierzigaufvierzig/

Vierzigaufvierzig ist ein Forum für Ideen, kein klassischer Ideenwettbewerb. Statt auf aufwändige und ausformulierte Beiträge zielen wir, über das Medium der spontanen Entwurfsskizze, auf die noch fragile Intensität eines ersten Entwurfsgedankens.

Wir erwarten pointierte Statements, mit denen sich der BDA Berlin als ein Zusammenschluss von Architekten präsentiert, die sich mit der Stadt auseinandersetzen und ihre Ideen in den öffentlichen Diskurs einbringen.

 

Zeitablauf

Aufruf zur Teilnahme: Dienstag, 1. Oktober 2014

Abgabe der Beiträge: bis Donnerstag, 6. November 2014, 12.00 Uhr, 
Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V.,
Mommsenstrasse 64, 10629 Berlin
(bitte Öffnungszeiten beachten: Mo, Mi und Do 10 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung)

Ausstellungseröffnung
Dienstag, 11. November 2014, 19.00 Uhr, BDA Galerie

Galeriegespräch
Dienstag, 2. Dezember 2014, 19 Uhr

Ausstellung
Dienstag, 12. November – 15. Dezember 2014

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